Das Medien Zukunft Festival in Mannheim

Als der 3. Mai 1994 das erste Mal im Zeichen der Pressefreiheit stand, wollte die UNESCO damit daran erinnern, dass in Dutzenden Ländern Medien zensiert und Journalisten bis hin zum Tod bedroht werden. Und den Gedenktag als Appell verstanden wissen, diese Zustände zu ändern.
Zustände, die weit, weit weg sind, könnte man meinen. Etwa, wenn man sich die jüngste Bewertung von Reporter ohne Grenzen ansieht, die für Deutschland eine „sehr gute Lage“ konstatiert, samt verbesserter Positionierung um zwei Plätze auf Rang 13. Doch das wurde nur erreicht, weil die Pressefreiheit in anderen Ländern, auf unserem Kontinent vor allem in Osteuropa, stärker abgenommen hat – und zwar stärker als in Deutschland. Denn auch hierzulande hätten die Angriffe – und gemeint sind dabei ebenso die tätlichen – auf Journalisten zugenommen. Reporter ohne Grenzen lenken dabei den Blick vor allem auf die Demonstrationen im Sommer in Chemnitz. Die Organisation berücksichtigt in der Analyse aber auch neue Gesetze, die die Arbeit erschweren, Durchsuchungen bei Netzaktivisten und je nach Bundesland mehr oder weniger größere Schwierigkeiten mit dem Informationsfreiheitsgesetz sowie die Medienkonzentration. Es gibt also noch viel zu tun und zu ändern!

Mehr dazu gibt es auch:

In einem DLF-Beitrag von Heribert Prantl
Die Reporterfabrik startet eine Aktion, um jungen Menschen den Beruf näherzubringen

Beiträge rund um das Thema Pressefreiheit international:

Eine Sendung auf Phoenix und des Norddeutschen Rundfunks

Ganz aktuell in den Fokus gerückt ist unser Nachbarland Österreich und der ORF samt Moderator Armin Wolf, darüber berichten u.a. die Tagesschau und der DJV.

Die Reporter ohne Grenzen haben übrigens eine Plakataktion gestartet.

Erschreckende Ergebnisse einer Studie aus Ungarn.

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