Podium

Hier findet Ihr die Teilnehmer und Teilnehmerinnen unserer Podiumsdiskussion. Die vollständige Runde folgt in Kürze.

Ilka Bühner

Contra
On the Web

Ilka Bühner studierte Geisteswissenschaften in Köln und arbeitet als Technische Redakteurin ebenfalls in Köln. Sie schreibt journalistische Texte, die auf ihrem Blog dieschindluderin.de und in den Online Magazinen „Novo-Argumente für den Fortschritt" und „Cuncti" veröffentlicht werden. Für die „Lyrik in Köln" schreibt sie in unregelmäßigen Abständen Gedichte. Fiktive Kurzgeschichten und lyrische Texte kann man auf ihrer Seite liluparadis.de finden.

Ihr Standpunkt ist: „Gleichberechtigung - ein Wort mit guten Absichten, das in der heutigen Zeit gerne mit großen Gesten gefüllt wird. Großen Gesten, die jedoch meist nur so wertvoll sind wie ein Furz, da sie zwar Lärm machen und für mediale Aufmerksamkeit sorgen, in der Realität aber oft nur für heiße stinkende Luft hinterlassen. Medienwirksamkeit zu erreichen ist wichtiger geworden, als wirklich etwas gegen sexuelle Diskriminierung zu tun. So soll ein Satzzeichen, das Gendersternchen, die Gleichbehandlung von Transgendern besiegeln. Dabei räumt man ihnen dadurch erst recht eine Sonderstellung ein, die sie im Alltag weit entfernt von einer wirklichen Gleichberechtigung. 
Ich bin dafür, den heutigen Feminismus und damit die moderne Gleichberechtigung zu revisionieren! Feminismus 2.0. Es sollte nicht darum gehen Geschlechter in eine Opferrolle zu pressen und ihnen dadurch vermeintlich bevorteilende Privilegien einzuräumen, sondern es sollte darum gehen, dass jeder, wirklich jeder sein Leben gestalten kann wie er möchte, ohne dafür in seiner Freiheit eingeschränkt zu werden."

Maximilian Nowroth

Alternatives Gendern

Copyright Foto Frank Beer

Maximilian Nowroth

Der 32-Jährige ist seit 2019 Social-Media-Redakteur bei ZEIT ONLINE. Nach einem Politik- und Journalistik-Studium machte er ein Volontariat bei der Heilbronner Stimme und arbeitete dort als Online-Redakteur. 

Sein Standpunkt ist: Wir Journalisten dürfen die Gesellschaft bei der Sprache nicht überholen oder erziehen, sondern sollten sie spiegeln – und so schreiben und sprechen wie das Volk. Deshalb bin ich gegen Gender-Sternchen, aber für die abwechselnde Nutzung der weiblichen und der männlichen Geschlechterform.

Senta Krasser

Contra

Copyright Foto: Enric Mammen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Johannah Illgner

Pro

Senta Krasser

Senta Krasser arbeitet als Medienjournalistin von Bergisch Gladbach aus. Sie ist Redaktionsmitglied von medium magazin für Journalisten und BJVreport (Magazin des Bayerischen Journalisten-Verbands) sowie freie Autorin für die Stuttgarter Zeitung u.a. Sie rezensiert Fernsehsendungen in der Medienkorrespondenz und unterstützt seit 2006 die Jurys für den Grimme-Preis.

Senta macht mit: „Weil ich mich darauf freue, auf dem Podium zu gendergerechter Sprache meinen Standpunkt zu verteidigen.“

Ihr Standpunkt ist: „Abgesehen davon, dass Asterisk und Co. im Lesebild rumpeln: Der Realitätscheck steht noch aus, dass „gendergerechte“ Sprache tatsächlich zu mehr Gerechtigkeit zwischen den Geschlechtern führt. Oder glaubt wirklich jemand ernsthaft, dass mehr Frauen auf dem Rollfeld Koffer wuchten, nur weil sie „Flughafenarbeiter*innen“ lesen? Und geht es in der anglo-amerikanischen Welt weniger gerecht zu, weil man dort nur „the airport worker“ oder „the reader“ kennt? Das generische Maskulinum im Deutschen bedeutet: für alle. Wer sich da nicht mehr „mit gemeint“ fühlt, hat für mich einen nicht nachvollziehbaren Leidensdruck."

Johannah Illgner

Johannah ist 1986 in Stuttgart geboren und zum Studium nach Heidelberg gekommen. Die Politikwissenschaftlerin ist Inhaberin von Plan W, der Agentur für strategische Kommunikation, und bietet dort diversitybewusste und gendersensible Kommunikationsberatung für Akteur*inenn aus Wirtschaft, Parteien, Verwaltungen, Verbänden und NGOs an.

Die Agentur hat sich den Themen Diversity, Empowerment von Frauen und weibliche Netzwerke verschrieben – arbeitet aber auch an „Queerschnittsthemen wie New Work und Digitalisierung.