Das Medien Zukunft Festival in Mannheim

Wie kann man auf den eigenen Kanälen in den sozialen Netzwerken die Reichweite erhöhen? Wie kann man sie beleben, welche Inhalte funktionieren besonders gut? Das waren nur einige der Fragen in der Barcamp-Session zu Social Media, eine von neun am Nachmittag des Medien|Zukunft|Festivals. Gestelllt hatte sie Lena, die mit anderen zusammen die TedX-Veranstaltungen in Heidelberg organisiert und die zugehörigen Kanäle betreut. Hintergrund der von ihr initiierten Session, die einen gegenseitigen Austausch bot, waren auch die Veränderungen, die gerade Facebook in den vergangenen Monaten am Algorithmus vorgenommen hatte.

Videos funktionieren seitdem auf jeden Fall, so ein Teilnehmer der Runde, das möge der Algorithmus und zeige diese Beiträge häufiger an als reine Artikel. Wichtig seien ebenso Verlinkungen zu und von anderen Seiten. Was inhaltlich gut ankomme: Geschichten und Themen anhand einer Person beziehungsweise eines Protagonisten aufziehen, natürlich immer mit Foto(s). Ebenso regelmäßig Beiträge einer bestimmten Art, im Fall der TedX-Seite inspirierende Zitate. Diese werden jede Woche geteilt – denn auch eine hohe Frequenz mache eine Seite sichtbarer in den Newsfeeds.

Während twitter kaum noch eine Rolle spiele, nehme den meisten Teilnehmern zufolge Instagram eine immer stärkere Rolle beim Marketing für Organisationen und Veranstaltungen ein – und da sei es aus ihrer Sicht auch kein Problem, Cross-Postings zu Facebook zu machen. So könnten dessen User auch am schnellsten erfahren, dass es für ihre Interessen nun einen weiteren Kanal gebe. Und dafür gehen manche auch ungewöhnliche Wege, und geben Grafiken und Videos bei einem Dienstleister in Indien in Auftrag, der für eine stimmige, konsistente Bildsprache sorge. Die werde dann auch bei Fotos umgesetzt, die dann während der Veranstaltung gemacht werden. Denn nach einem Termin ist vor dem nächsten – und die Frequenz dazwischen müsse aufrechterhalten werden, um bei der Reichweite beim folgenden Mal nicht wieder fast von vorn anfangen zu müssen.

Und Anfang war auch das passende Stichwort für eine weitere Session mit dem Titel „Eierlegende Wollmilchsau, aber schnell!“ von Julia. Was erwarten Redaktionen von freien Mitarbeitern – und was können umgekehrt auch diese verlangen? Da wären zum einen die handwerklichen Fähigkeiten, dass Berichte über Veranstaltungen nicht wie ein Protokoll geschrieben werden, sondern das Wichtigste herausgepickt wird – klar. Und wenn zusätzlich Fotos gemacht werden sollen, freut sich sowohl die Redaktion, wie hinterher vielleicht auch der Geldbeutel des Freien, über mehrere Motive und Formate.

Wichtig aber fast noch mehr: eine offene Kommunikation. Dass etwa ein freier Mitarbeiter vorab ankündigt, wenn er zu bestimmten Zeiträumen nicht zur Verfügung steht. Und andererseits nicht sämtliche an ihn herangetragene Termine für ein Wochenende annimmt, und es dann nicht schafft, zeitig zu liefern. Oder vielleicht erst die Artikel in die Redaktion schickt, die diese für nicht so wichtig erachtet wie andere. Eine vorherige Abklärung – der Ball kann da bei beiden Seiten liegen – geht schnell und tut nicht weh. Ebenso, vor allem am Anfang, aber auch später, Feedback zu den Texten zu geben, schlechten wie besonders guten. Damit der Einstieg nicht schnell wieder zum Ausstieg wird.

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